Podiumsgespräch: Anziehend militärisch? Camouflage, Uniform und Parka in der Mode

Am 20. September 2016 sprach ich gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Miloš Vec (Professur für europäische Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien, Exzellenzcluster „Normative Orders“) und Prof. Dr. Ingeborg Harms (Professorin für Modetheorie und Kulturwissenschaften an der Universität der Künste Berlin) über das Thema „Camouflage, Uniform und Parka in der Mode“. Das Gespräch fand im Rahmen der Ausstellung „Unter Waffen. Fire & Forget 2“ im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt statt.

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Camouflage und Anleihen an Uniformen sind längst Bestandteil unserer Alltagskleidung. Wenn die Mode junger Großstädter sich aber zunehmend an Form und Funktionalität zeitgenössischer Kriegspraktiken orientiert, wirft das Fragen auf. Woher kommt das irritierend Anziehende dieses Unisex-Trends? Ist es eine paradoxe Faszination für Gewalt inmitten ziviler Gesellschaften? Geht es um die Signalisierung von Wehrhaftigkeit, möchten sich die TrägerInnen als einzelkämpferische Kriegerfiguren gewanden? Jedenfalls scheint ein irritierender Reiz des Abgründigen in diesen Designs präsent. Das Gespräch im Rahmen der Ausstellung „Unter Waffen“ geht den ästhetischen, sozialen und emotionalen Dimensionen von Kriegsanleihen in der aktuellen Mode nach.

Ein Video und die Audiodatei zur Veranstaltung gibt es hier.